Aragonien

Aragonien ist die viergrößte Region in Spanien, wenn man nur einmal die Fläche betrachtet. Von der Zahl der Einwohner her ist Aragonien hingegen eine der am wenigsten besiedelten Regionen des Landes. Es gibt nur eine einzige Großstadt, das ist Saragossa. Hier lebt etwa die Hälfte der Einwohner der Region. Auch wenn Aragonien in Spanien liegt, so handelt es sich hier doch nicht um das typische Spanien, wie es jedermann bekannt ist. Es gibt keine Strände, die Sonne scheint nicht immer, die Temperaturen sind im Winter sprichwörtlich im Keller und der Massentourismus hat hier noch lange nicht Einzug gehalten. Aragonien hat sich daher das Ursprüngliche von Spanien erhalten. In erster Linie sind es die landschaftlichen Reize, die die Region so anziehend machen. Die Pyrenäen mit ihren Schluchten, die Wälder und Flüsse sowie der höchste Berg, der Pico d’Aneto machen die Region interessant. Wer sich im Urlaub nicht für das Strandleben, sondern eben für das Wandern oder für andere Outdoor-Aktivitäten interessiert, wird hier sein Paradies finden. Im Winter lockt Aragonien die Skifahrer aus aller Welt, Formigal, Panticosa und Cerler sind bekannte Skigebiete der Region.

Häufig wird behauptet, die Landschaft Aragoniens sei ein wenig monoton, doch dem ist nicht so. Vor allem das Ebro-Becken im Inneren des Gebietes lenkt von dieser Monotonie ab. Wer in Aragonien mobil sein möchte, der muss sich allerdings etwas einfallen lassen. Busse und Züge erreichen nicht jedes Teilgebiet der Region. Besser ist es da für einen Urlauber, sich einen Mietwagen zu leihen. Denn das Straßennetz ist recht gut ausgebaut, wobei hier auch das Gebiet in den Pyrenäen mit einbezogen werden kann. Sehr interessant sind in Aragonien die so genannten Mudéjarstädte. Das sind im Einzelnen Tarazona, Daroca, Calatayud sowie Teruel. Sie bieten eine sehr interessante Architektur, die an die Zeit der Mauren erinnern soll. Maurische Architekten zeichnen dafür verantwortlich, allerdings waren es Christen, die den Bauauftrag gegeben haben.